Krisenkommunikation: zehn Situationen und Antworten
Praktische Analysen zu ersten Entscheidungen, Informationen für Betroffene und der Umsetzung von Zusagen.
Cyberangriff und Ransomware: kommunizieren, wenn die eigenen Systeme ausfallen
In einer Cyberkrise müssen Betroffene handlungsfähige Informationen erhalten, auch wenn E-Mail und gewohnte Werkzeuge nicht verfügbar oder nicht vertrauenswürdig sind. Kommunikation verbindet technische Erkenntnisse mit Entscheidungen und konkreten Hinweisen.
Industrieunfall: informieren, ohne Einsatzkräfte oder Fakten zu überholen
Bei einem Unfall muss Kommunikation bestätigte Schutzinformationen verständlich zugänglich machen. Ursachen, Verantwortung und Wiederanlauf sind getrennte Fragen, die jeweils belastbare Erkenntnisse benötigen.
Umweltvorfall: Messwerte und Unsicherheit verständlich kommunizieren
Gerüche, Freisetzungen oder Verunreinigungen lösen Fragen zu Betroffenheit und Verantwortung aus. Eine glaubwürdige Antwort trennt Beobachtungen, Messungen, Hypothesen und Schutzentscheidungen.
Streik und Arbeitskonflikt: informieren, ohne den Dialog zu ersetzen
Kommunikation in einem Arbeitskonflikt soll Gespräche ermöglichen und verlässliche Betriebsinformationen geben. Sie verhandelt nicht anstelle der Beteiligten und kann einen Dissens nicht durch Formulierungen auflösen.
Vorwürfe gegen eine Führungskraft: glaubwürdige Governance-Kommunikation
Vorwürfe gegen eine leitende Person können das Vertrauen in die Kontrollmechanismen eines Unternehmens erschüttern. Kommunikation muss eine sachliche Klärung ermöglichen, ohne ein Urteil vorwegzunehmen oder Betroffene zu diskreditieren.
Desinformationskampagne gegen ein Unternehmen: korrigieren, ohne zu verstärken
Unternehmen müssen berechtigte Kritik, Irrtum und koordinierte irreführende Verbreitung unterscheiden. Maßgeblich sind Belege, betroffene Zielgruppen und mögliche Schäden, nicht allein die Zahl der Beiträge.
Geopolitische Krise: Kommunikation zwischen Zentrale und Tochtergesellschaften
Internationale Spannungen können Beschäftigte, Geschäft, Partner und Reputation je Land unterschiedlich betreffen. Ausgangspunkt sind konkrete Verantwortung und bestätigte Unternehmensentscheidungen.
Krise bei einem Lieferanten: die eigene Verantwortung nachvollziehbar erklären
Ein Vorfall bei einem Lieferanten kann Versorgung und soziale oder ökologische Zusagen infrage stellen. Der Hinweis auf einen externen Partner erklärt noch nicht die eigene Reaktion.
Großer Serviceausfall: Kunden während der Wiederherstellung orientieren
Bei einer Störung wollen Kunden wissen, ob sie betroffen sind, welche Möglichkeiten bestehen und wann neue Informationen folgen. Kommunikation muss den tatsächlichen Zustand der Leistung abbilden.
Greenwashing-Vorwürfe: erst die Belege prüfen, dann die Darstellung verteidigen
Eine Umweltkontroverse betrifft häufig die Lücke zwischen öffentlicher Aussage und Beleglage. Prüfen Sie den genauen Wortlaut, seinen Geltungsbereich und das naheliegende Verständnis der Zielgruppe.
Kontakt
Für den Einstieg genügen Ihr Unternehmen, die anstehende Entscheidung, die betroffenen Zielgruppen und Ihr Zeitrahmen. Vertrauliche Unterlagen können anschließend über einen vereinbarten Kanal ausgetauscht werden.
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